aphasie nicht amnesie

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Aphasie [engl. aphasia; gr. ἀφασία (aphasia) Sprachlosigkeit], [BIO, KOG], vollst. oder teilweiser Verlust von Funktionen des zentralen Sprachsystems nach abgeschlossenem Spracherwerb (Sprachentwicklung, Sprachstörungen), verursacht durch kortikale und subkortikale Hirnverletzungen (Hirnschädigung) in Spracharealen (Sprachzentrum) vornehmlich der linken, sprachdominanten Hemisphäre, selten nach Schädigung der rechten Hemisphäre (gekreuzte Aphasie; Lateralisierung, Lateralität).

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Amnesie [engl. amnesia; gr. α- (a-) ohne, μνήμη (mneme) Erinnerung], [BIO, KOG], bez. eine schwere globale Gedächtnisstörung bzw. ist ein Sammelbegriff für eine teilweise oder gänzliche, zeitweise, andauernde oder progrediente Einschränkung der Fähigkeit, Informationen zu erwerben, zu speichern oder abzurufen (Gedächtnis). Wichtige Formen: (1) anterograd: Beeinträchtigung der Fähigkeit nach einem schädigenden Ereignis Gedächtniseinträge vorzunehmen; (2) retrograd: Beeinträchtigung der Fähigkeit des Abrufs von Gedächtniseinträgen, die vor dem schädigenden Ereignis abrufbar waren. (3) transient global: abrupt auftretend, vorübergehend (unter 24 Std.), umfassend; psych. oder physische Auslöser; (4) psychogen: nach spezif. emot. Ereignissen (Trauma); v. a. die Autobiografie betreffend; vollst. Remission möglich; (5) infantil; i. d. R. ist die Störung modalitätsübergreifend, d. h. sowohl verbale als auch figurale, semantische und episodische Informationen sind betroffen.

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