schramltours – lieberoser heide I

beeskow – guben, 77,9 km

in 3 etappen:

  1. beeskow – mochowsee 30,6 km
  2. mochowsee – großsee 24,6 km
  3. großsee – guben 22,7 km

durch 3 landkreise:

  1. oder-spree
  2. dahme-spreewald
  3. spree-neiße

tag 1

  • beeskow – mochowsee 30,6 km

mit spree, nsg spreewiesen, ranziger see, glower see, schwielochsee (am rande alte spreemündung), kleiner+großer mochowsee

was bleibt:

  • vatertag, christi himmelfahrt, herrentag
  • der mann, der am bahnhof königs-wusterhausen, wo wir 30 minuten zum umsteigen haben + uns 1 kaffee schwarz filter kaufen – weil wir müssen die hafermilch noch aufbrauchen + überhaupt zu viel gepäck – bei der nachfrage, ob das ausfallen des kartenlesegerätes im shop etwas mit dem weltweiten zusammenbruch des kartensystems zu tun habe, von dem man in der zeitung lese (worauf der verkäufer meint, er habe dazu keine informationen), sein tablett um+ das brötchen auf den boden schmeißt “das müssen wir jetzt nochmal machen” + mir beim rüberlangen ins brötchenfach auf den gut geschützten wanderschuh steigt
  • der mann, der am bahnhof beeskow seine freundin umarmt + sein kind begrüßt
  • das betreten der baustelle am feiertag, weil wird schon keine*r da sein + werden da schon wieder rauskommen
  • das pflegezentrum ohne sorge
  • der marktaufbau zum festtag
  • das ausprobieren des expeditionsmodus der gps-uhr – punkt hinzufügen – gehe zu
  • der psychokardiologie podcast mit dem expect modus + all die anderen sendungen, die uns 50% unseres akkus verbrauchen, was uns nicht stört, weil wir die neue 20.000 powerbank im gepäck haben (spoiler: wir haben das falsche kabel dabei)
  • der 50. tausendste naturlehrpfad + immer noch kein gespeichertes wissen über das aussehen der stieleiche – dafür lernen wir den namen der hundsrose kennen, die uns die tour über begleitet
  • die gesperrten wege der schweinepest, diesmal wirklich kein durchkommen wegen seuchengefahr
  • das fastverpassen des radweges + das 3 km wildschild, das sich bewahrheitet
  • horden von radler*innen: “na mädel hamse dir das fahrrad geklaut?”
  • horden von feiertagsfeiernden: “blau blau blau blüht der enzian”
  • der nackte mann und der see (niemals boote am ufer ohne überprüfung auf eventuell ältere unbekleidete herr!schaft!en fotografieren)
  • die pause auf der bank: “guts nächtle!”
  • das zur seite springen auf dem singletrail für die radler*innen: “Sie laufen ganz schön!”
  • das leichhardtmuseum, dessen weg wir 1 stück folgen, mit wlan
  • das vorbeiziehende wetter
  • all die campingplätze, die wir auslassen und der gedanke an 1 leben als dauercamper*in
  • all die privaten seezugänge
  • mückenschwärme
  • der immer schwerer werdende rucksack + das erste schmerzen der ferse nach km 20 – ok
  • noch mehr feiernde: “na sag mal du hast ja wohl deine ganze wohnung mit?!”
  • der natter biber otterpfad + das moor
  • der angler
  • die endlosen letzten km
  • der endlose letzte km
  • die endlosen letzten m
  • der campingplatz: “schuh ist offen”
  • danke für die warme dusche
  • das feststellen des fehlenden labeladekabels bei akkustand 15%
  • kurze panikattacke
  • frage, wozu man das handy wirklich braucht:
    1) kompass + karte dabei (fahrradkarte 1:70.000 ohne wanderwege – es gab keine andere, die wanderkarte ist noch im druck!)
    2) route auf der gps uhr – hier funktioniert das laden
    3) geld ist im beuteL
    4) der nächste campingplatz + rückfahrtsbahnhof sehen fest
    5) fotos?! der lieberoser heide, wegen der wir kamen
  • ausschalten des handys
  • einschalten des handys um 2 uhr nachts beim aufwachen, ob es nicht doch jetzt funktioniert mit dem laden an der pOWErbank + anschließen an die stromdose im wc (geht nicht) – schnelles googeln der rückfahrtszeit + des campingplatzes (ausgebucht!) – trotzdem schnell registrierungswunsch (keine anfrage) um 2:13 uhr nachts mit dem hinweis, der akku sei gleich leer und wir nicht mehr. zu erreichen – wir gehen einfach hin + schauen, ob es klappt, sonst – ?
  • ausprobieren der steckdose im großen sanitärraum – funktioniert! suchen 1 abschließbaren kabine mit steckdose + herumrücken 1 gartenstuhls in die kabine, laden bis 62% unter schreibens 1 langen textnachricht an die freundin (santitätsraum) – weitere 30% in meditationshaltung + warten auf das ab+an auftauchende zwitschern des schrillvogels
  • zwischen 2+4 niemand im bad
  • vor regeneinbruch um 3:50 uhr zurück ins zelt + weiterdämmern+dösen
  • lauschen auf den wind + das prasseln des regens aufs zelt
  • vergewisserung des daches überm kopf
  • ende tag 1

wir sind aus schaumstoff gebRaut