schramltours – briesen (mark) – beeskow

briesen (mark) – beeskow, über nsg kersdorfer see, schleusenanlage kersdorf, nsg schwarzberge + spreeniederung, am rande nur burg beeskow, 31,4 km

was bleibt:

  • das wachwerden von 1 unwichtigen traum um kurz nach 3
  • den nicht benötigten wecker
  • das ehemalige wecklied später beim lauf, das eine*n immer kurz alamiert, so als ob
  • der gefrorene sand auf den fichtenfluchten
  • der raureif überm land
  • die einsame eiche inmitten der vielen fichten
  • der leicht blauere blauton der kamera als der der wirklichkeit
  • der frische otter unterm verband
  • die alte kanone bei der schleuse
  • die sonne am rande des kanals überm eisigen klar eingefassten wasser
  • die spreeniederung daneben, mal hierhin mal dorthin, sich windend+wendend
  • all die halbzerfallenen bäume, die jedem sturz trotzen + weiterwachsen
  • das sich durch den nebel grabende warme sonnenlicht zwischen den kahlen fichtenstrichen
  • die allee vor neubrück, die wir nicht verlassen, weil keine lust auf schweinepestzäune
  • die naturdenkmaleiche von neubrück
  • der qualmende kamin am eingang von neubrück, an dem wir unguten gefühls vorbeihuschen, aber erleichtert weiterlaufen, als wir sehen, dass auch 1 postbot*in, 1 autofahrer*in + 1 gabelstaplerfahrer*in ungerührt daran vorbeifahren
  • all die hauptstraßen von denen wir wussten, weil wir über die schwarzberge + nicht auf der anderen seite der spree den radweg benutzen wollten
  • die bellenden hunde von raßmannsdorf + ihre gleichgültigen besitzer*innen daneben
  • der corona-leugner ebenda mit seinem unübersehbaren schild “ungeimpfter, seuchengefahr!”, wegen dem/den dadurch ausgelösten gefühlen wir uns verlaufen haben
  • das stillstehende windrad
  • der wunderbar geschützte wald mit den krüppelkiefern
  • der 73m hohe schwarzberg, an dem der weg zum glück vorbeiführt
  • all der raue reif
  • all die hochsitze der jäger*innen
  • all die alleen
  • die niederung nur von ferne wie sichs gehört für 1 nsg
  • die rauchenden schlote von beeskow
  • die sonne die sonne die sonne
  • die 1 wolke
  • die burg zu beeskow mit den unübersehbaren “wir haben geöffnet” “wir haben geöffnet” schildern, an denen wir schweren herzens vorbeigehen, weil gerade 1 auto aus der einfahrt kommt + wir nicht mit ihr gerechnet haben
  • die gesperrte schleuse von beeskow
  • die “kirche” von beeskow, exakt mit der flucht durch die kleinen gassen mit den niedrigen fachwerkhäusern, wo man spürt, wies gewesen sein muss, klein eng stickig dunkel + arm – exakt wie die flucht – wo wars nur – auf das gleiche kirchenschiffross – wo wars nur? als wir 1 station früher ausstiegen, um das 1. mal “stadtbesichtigung” zu machen, wo wars nur? brandenburg an der havel? ich suchs noch raus!
  • der mäuseturm
  • die verpasste caféchance + der leere bahnhof
  • der lustige zugführer, der die 3 kinder fragt, was 3×3,80 € seien, um zu prüfen, ob das gruppenticket günstiger gewesen wäre, worauf der nachbar meint, 7,60 €, “na wer geht denn hier zur schule?” – “aber wir haben doch wochenende jetzt!”
  • ja, haben wir

das entzündete fleisch