schramltours – auf dem gipfelstürmerweg von falkenberg (mark) nach bad freienwalde

falkenberg (mark) – bad freienwalde, gipfelstürmerweg mit abweichungen geplant 26,7 km, am ende durch hin+her 28,7 km

was bleibt von “ostdeutschlands schönstem wanderweg”?

  • der ruinierte ruinöse bahnhof zu beginn
  • die katze auf der katzentreppe die auf den einlass wartet
  • die geschichte vom mönch, der mit dem teufel würfelt + gewinnt, die an die geschichte vom brandner kaschpar erinnert
  • die erinnerung an das geheime leben der bäume beim anblick des ahornsprösslings, der wie der erzeuger*innenbaum trotz aller umstehenden verwandten noch nicht das laub abgeworfen hat, weil ein*e jede*r es selbst für sich entscheidet, wann es zeit ist
  • der froschmaul findling, der an den froschstein in erlangen erinnert, wo die mutter auf reha war
  • die gesperrte brücke im cöthener park beim “wasserfall” highlight, die gesperrt uns vom weg abbringen will, die wir aber nach anblick des wasserrades von weitem überqueren + die uns an den mut, an den wir uns nicht erinnern, erinnert, den wir besessen haben müssen, als wir mit 5 jahren im flugzeug das 1. + einzige mal auf urlaub als kind die stewardess fragten, ob wir ins cockpit dürften, was sie bejahte + uns mitnahm, wie die mutter erzählt, woran wir uns nicht erinnern + auch nicht an das, was dann geschah, was sehr schade ist, weil wir heute nie wieder im flugzeug, wenn wir überhaupt flögen, fragen würden, ob wir …
  • der bedeckte novembertag + die lust auf “gebirge” nach wasser+wald
  • die 1. blutspur, die noch aussieht, als sei sie vom kampf 1 raubtiers mit seiner beute
  • das 1. zerrissene “betreten verboten” schild
  • die 1. jäger*innen oder waldarbeiter*innen jeeps, die sich im laufe des tages auf 7 erhöhen + 1 geländewagen, der uns von weitem mit seinem geräusch durch den beruhigenden podcast, den wir schließlich auflegen mussten, hindurch andröhnt, den aber wir nicht sehen, weil 1 scharfe kurve vor uns, der mit vollbremsung vor uns unerwartet hält, weil wir abgewartet haben, was kommt + schauen + dann zurückgehen 1 stück, weil keine ausweichmöglichkeit an dieser stelle + das scheppern des anhängers über die steine, als er weiterrast mit seinem begleiter im orangefarbenen kittel
  • der schöne aber leider geschlossene bismarckturm ohne aussicht, aber wirklich schön, nein, ehrlich
  • die aussicht auf den “watzmann” auf den 1 schild, noch 1, noch 1, 1 ganzes schilderheer weist + der sich als “märkisch” herausstellt
  • die 1. schüsse im wald noch in weiter ferne ganz dumpf, die immer schallender werden, je weiter wir gehen + die sich auf 13 anhäufen bis zu dem 1 jäger, der uns begegnet
  • die schwere stimmung, die sich auf den wald voller jäger legt, die auch nichts besseres sind alswie metzger + die frage, ob uns unter den mördern, die man nicht so nennen darf, die angler doch lieber sind + ob wir da überhaupt 1 reihenfolge beschreiben müssen + gendern tun wirs erstmal nicht
  • das auto beim teuefelsee beim 1. mal + nach 1 runde über den hochweg, der irgendwie keiner ist + das schwule pärchen auf der bank beim 2. mal, das wir insgesamt 3x oder mehr treffen inklusive 1 kurzen extrarunde beim thüringer ausblick, damit wir beide (sie+ich) ungestört die aussicht genießen können + schließlich im selben zug zurückfahren + uns gesundbrunnen aus den augen verlieren
  • das viele rot
  • der dunkle wald + die frage ob wir hier (ich) auch nachts in 1 schutzhütte schlafen würde(n)
  • die privatgrundtücke am waldrand mit lauter musik neben dem ehemaligen militärischen nicht zugänglichen weil waffenverseuchten gebiet
  • die mit betonplatten untermauerten grenzen für autos
  • die mit stacheldraht umzäunten gärten mit schildern mit der aufschrift “lebensgefahr”
  • die moosbewachsenen steine am rande der wege die an den edersee erinnern wie an 1 traum – das hier ist realität
  • die abweichung vom weg + die verfransung bei 1 privaten kultsätte + schließlich der eintritt ins holzschlachtungsland das uns schmerzt als wären wir die buche, die umgehackt angefressen halb zersäbelt im graben liegt. der schwere leblose leib
  • der eulenturm der (minimalen) eintritt kostet, zurecht, was (klingeln + warten + reden) wir aber heute nicht können
  • der sportplatz an der schanze mit der sparkassenwerbung + die grölenden rufe der spieler aus der siegermanschaft auf dem rasen nachh dem gerade gewonnen spiel
  • die endlosen stufen hinauf zum nächsten turm ohne aussicht in der hetze des wissens über die menschen, die uns auf den fersen sind + die erfolglose suche nach dem nächsten
  • das schloss bad freienwald, dessen rückseite uns langt, weil der zug bald kommt + die nacht hereinbricht + wir auf jeden fall nach hause wollen
  • die kids am bahnhof in bad freienwalde neben der moorlibelle mooritz, die daran erinnert, dass das hier 1 kurort ist
  • die erholung am sonntag + das gefühl, der gegend noch 1 chance geben zu müssen. 1 anderes mal. zur schonzeit.