route 66 – part XIV

Wünsdorf-Waldstadt – Halbe, 29 km

01-11: Wolziger See, Sandweg, namenloses Gewässer Höhe Lebersee, Kleiner Zeschsee, Teupitzer See, Tornower See, Tütschensee, Nicolassee, Temop 80, Heide, Heidesee

Auf der Strecke, auf dem Weg, ohne Foto: Waldsee

Auf der Strecke, neben dem Weg, ohne Foto: Großer Zeschsee, Lebersee, Briesensee, Karosseriesee, Künzelmanns Loch, Mietzkes See, Kullas Loch, Klichs Loch, Karpfenteich

Neben der Strecke, nicht auf dem Weg, ohne Foto: Kleiner Möggelinsee

mal ohne viel worte. tempo nahm auf dieser strecke nur der verkehr auf.

fazit:

  • „loser grund“ kann auch heißen: sand, dafür hast du keine schuhe
  • wenn du wieder quer durch den wald gehst, weil du den weg nicht findest: meide die engstehenden bäume: es gibt da mehr spinnennetze, als du denkst
  • es macht nichts, wenn du mal ein paar km gehst, weil der weg nicht zum laufen geeignet. wenn du hart trainieren wolltest, wärst du nicht hier unterwegs.

empfehlung:

wer keine hauptstraßen fürchtet, kann sich beruhigt auf den weg machen. wandern Sie die erste hälfte, nehmen Sie für die zweite das Rad, am Ende wandern Sie wieder. es gibt eine abkürzung ohne teupitz, die ausgeschildert ist, ich habe aber nur das ende gesehen. versuchen Sie nicht, die autobahn an einer anderen stelle zu umgehen, hier ist alles vergattert. überhaupt: was soll das abseits von der strecke: bleiben Sie lieber auf dem weg:

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route 66 – part XIII

Trebbin – Wünsdorf Waldstadt, 29,7 km

 

01-07: Namenloses Angelgewässer, Der Weg ist das Ziel (?), Großer Gadsdorfer See, Krummer See, Vierter Tiefbau, „Jetzt rechts abbiegen“, Wünsdorfer See

Auf dem Weg, ohne Bild: Fauler See, Kleiner Wünsdorfer See, Tiefbau 1-3, Faules Luch

Am Weg, aber nicht auf der Strecke: Schumkasee, Heegesee, Schwarzes Luch, Barssee

als der weg das letzte mal in trebbin endete, war eigentlich schon abzusehen, wie es weitergehen würde. trotzdem habe ich mich von dem vielen grün auf dem navi rund um den blau markierten weg täuschen lassen und übersehen, dass die ersten 7 kilometer an der straße, 3,5 km davon an der hauptstraße entlangführen würden – für wanderer kein problem, die hüpfen einfach hinter die leitplanke und marschieren durchs unebene böschungsgelände – die kraftsparende läuferin nimmt hier – obwohl sie wieder vergessen hat, nachzusehen, dass 14 km über festen+asphaltierten weg führen – mit ihren trailschuhen auch mal das geteerte pflaster und irritierte autofahrer in kauf, man ist solches ja vom e9 gewöhnt, der streckenweise darauf verzichtet, abwegige wanderwege zu suchen, und die menschen einfach die schön markierten bundesstraßen entlang schickt.

wenn eine tour so anfängt, dann muss es folgendermaßen weitergehen: wo angelgewässer an angelgewässer stößt und männer in grünen gummiganzkörperanzügen sich unter tarnzelten verbergen, vergisst man das fotografieren am wegesrand und schaut, dass man besonders fit und schnell dran vorbeikommt. hat man diesen abschnitt am höllenberg (!) erfolgreich hinter sich gebracht, verflucht man die trailschuhe auf den nächsten schnurgeraden kilometer auf schönen alten betonplatten mit genau der leichten steigung, bei der man aufhört, auf die uhr zu schauen.

spätestens jetzt verfranst man sich ganz tüchtig im wald, weil das navi 1 weg anzeigt, den es in wirklichkeit nicht gibt (siehe baumbild). während man durch die moose stapft und sich fragt, warum man für den marathon hier trainiert oder überhaupt, sich in alten spinnennetzen verfängt und feststellt, dass die schuhe mehr wasser + schlamm vom gestrigen regentage aufsaugen, denn abgeben, gibt der kopfhörerakku auf und das navi schmarrt laut durch den wald hindurch, bei nächster gelegenheit: geradeaus.

wenn man nach sandigem versinken in ausgelaugten böden endlich die tierpension erfolgreich passiert hat, ohne 1 der entzückenden hunde aus seinem käfig zu befreien, erkennt man an den nächsten metern die herannahende zivilisation und gibt sich nochmal 1 letzten ruck, noch 5 km, das wär doch gelacht, natürlich laufen wir ins ziel.

fazit:

  • wenn du es über den punkt hinaus geschafft hast, an dem du dich immer wieder fragst: warum du das tust, und mitten auf der strecke (bekannterweise bei km 21-27) wieder bei ebendieser frage angekommen bist, hilft es nichts, wenn du langsamer wirst und (in dich) gehst, so kommst du nie an.
  • nimm dir zeit, das streckenprofil vor tourbeginn zu prüfen, und mache die wahl der ausrüstung davon abhängig
  • auch wenn der rucksack 10 liter plus wasser fasst: du musst nicht alles vollpacken.

emp_fehlung:

  • fangen Sie nicht in trebbin an
  • falls Sie dort vorbeikommen: nehmen Sie sich 1 wagen, die meisten Streckenabschnitte lassen sich auch mit dem PKW befahren
  • nehmen Sie 1 angel mit, falls Sie sich zum jagdvolk zählen
  • hören Sie nicht auf mich, machen Sie sich 1 schöne zeit! laufen ist toll, wandern ist schön, alles prima + wunderbar, die sonne scheint, das leben glänzt – ansonsten schieben Sies auf die hormone.

und wenn Sie an dieser stelle des textes noch weiterlesen: herzlichen glückwünsch, Sie haben es zum highlight der tour geschafft, das sollte am ende strahlen (auch die sonne ging während der 5 stunden auf (und auf dem 2 std. heimweg fast wieder unter)) und nicht in dem wüsten_sand dort oben versinken: machen Sie auch mal 1 abstecher und bleiben Sie nicht beharrlich am weg: sehen Sie sich mal um: nur so entdecken Sie was, womit Sie nicht gerechnet haben. haben Sie 1 freude!

(c) kaschpar, Sperenberg I, Das (ehemals) 1. tiefste Loch der Welt

herzlich grüßt + 1 schönen sonntag wünscht: k.

route 66 – part XII

Ferch-Lienewitz – Trebbin: 33,5 km

01-07: Teufelsee, Großer Seddiner See, Kähnsdorfer See, Nieplitz, o.N., Blankensee, Nuthe

auf der Strecke, ohne Bild: Kleiner Seddiner See, nicht auf der Strecke, in der Nähe des Wegs, Katzwinkel, Fresdorfer See, Poschfenn, Seechen


 

du brauchst länger, als du glaubst, du kommst weiter als du denkst.

sehr abwechslungsreiche strecke heute, gut ausgeschildert – dass ich am ende dennoch falsch gelaufen und die letzten 7 km fern des wegs über hauptstraße und nebenwege nach trebbin gelangt bin, lag weniger an der ausschilderung, als an der körperlichen verfassung nach 26 km. dank des wadenschadens, der mich vom kucken abgehalten hat, bin ich dadurch die mückenreichste gegend überhaupt gelaufen, da half auch kein mückenmittel mehr.

ansonsten eine schöne strecke mit verschlungenen wälderpfaden, schattigen seesäumen, wiesenquerfeldeinläufen, langen landstraßen, beschaulichen dorfansichten, adjektivierbaren hauptwörtern.

fazit:

  • reinige die kamera öfter
  • danke neuer laufrucksack, dein 2 Liter Wasser_ und 8 Liter Zeug_Stauraum haben mich gleich beim ersten test verführt, alle 16 taschen vollzupacken (wechselkleidung ist doch was schönes!) – wir sind jetzt ultra.
  • wenn die app dir schon wegtypen + _beschaffenheit für die gesamtstrecke angibt und anteilig ausrechnet, schau es dir doch einfach an und wähle die schuhe danach aus: auf dem trail nur mit dem trail!

empfehlung:

rund um den blankensee gäbs eine menge zu entdecken, parkanlagen + privatgrundstücke, hofläden + selbstgemachtes, frühkartoffeln im beutel zum mitnehmen an der straße mit der kasse des vertrauens. wenn eine bahn nach blankenese blankensee gefahren wäre, hätt ich die tour verkürzt. trebbin besticht durch seinen wende_untergang mit malerisch poetischen ruinenfassaden (freuen Sie sich auf die nächsten beiträge zum thema: zu_stand).

route 66 – part XI

Potsdam (Nauener Vorstadt) – Ferch-Lienewitz 25 km, davon 2,1 km Umweg

01-07: Bornstedter See, Maschinenteich, Havel, Schwielowsee, Caputher See, Großer Lienewitzsee, Sans Souci

ohne Bild: Friedensteich, Templiner See, Karinchensee, Kleiner Lienewitzsee, Petzinsee

zwischen den stürmen. mit wadenschaden rechts und linkem fußhufgewölbe. heute die schmerzhafteste, touristischste und umwegigste tour seit anbeginn der aufzeichnungen. super_lativ.

wenn sich schon die wächter im historisch passenden outfit beim eingang zum sans souci park über sportler wundern und ihren dreispitz rücken … man durchquert den park einmal in ganzer länge, umrundet die cafes an der straße und dann geht es wieder durch den park zurück. man soll die pracht des baus in seiner vollen gänze genießen. na gut.

den weg die havel hinab kannten wir schon, nicht aber die templiner brücke, die wir zu gern genommen hätte, führte der weg doch drüber auf die andere seite der havel hinab nach caputh. caput kaputt heißt 1 meiner geschichten. die templiner brücke ist wegen bauarbeiten gesperrt, das weiß das navi natürlich nicht. zum glück gibt es noch 1 überweg am ende des sees, fast keinen umweg also gelaufen und außerplanmäßig am schwielowsee noch vorbeigekommen.

die kamera scheint vom holterdiepolter die ganze zeit (seit märz 2016 auf der hälfte der strecke geschätzt 2000 km) einiges abbekommen zu haben, der fokus fokussiert, aber im nachhinein ist alles verschwommen. ich hätt doch die bruchsichere mir-kannst-selbst-du-nix-anhaben-version nehmen sollen, statt des hochpreisigen super-30-zoom-ich-seh-alles-teils. ja schade. (leider musst ich das handy außerplanmäßig reparieren lassen, weil sich beim lauf 1 nicht zu erklärendes unheil ereignete: schwarzer fleck auf hellem grund, 47 tage nach ende der garantie – die verschwommene kamera muss es also jetzt noch bis zum ende des weges tun.)

fazit:

  • kauf dir keine teuren sachen, wenn du sie nicht so behandeln kannst
  • denk an die mückenplage
  • glaub niemandem: nicht dem navi, nicht dem weg, nicht den zeichen

empfehlung:

falls der weg Sie über 1 brücke oder fähre schickt: prüfen Sie vor ingangnahme evtl. störungen oder fahrzeiten. nehmen Sie sich zeit für den park, wenn Ihnen solche orte liegen. freuen Sie sich darüber, dass Sie hier in egal welcher aufmachung einfach reingehen und sich alles ankucken können, was frühere herrscher sich ausgedacht haben zum eigenen ruhme. falls Sie sich verfransen oder steckenbleiben irgendwo: es gibt immer 1 alternative: notfalls gehen Sie zurück oder woanders hin. (was soll der scheiß mit dem weg? hauptsache, Sie sind unterwegs.)

 

route 66 – part X

Brieselang – Potsdam (Nauener Vorstadt) – 35 km

01-07: Suchbild mit Reh, Pelsterlakegraben, Havelkanal, Schlänitzsee, Sacrow-Paretzer-Kanal (dahinter Fahrlander See, nicht im Bild), Jungfernsee, Heiliger See

ohne Bild am Weg: Wublitz, Weißer See; ohne Bild nicht am Weg: Krampnitzsee, Lehnitzsee, Sacrower See

1 satz mit x. sonnix. leider ganz bewölkt den tag über, was gut fürs laufen, weniger schön fürs panorama. (I prefer the double blue.)

durchgehend mit navi unterwegs, weil beschilderung entweder nicht vorhanden, übersehen, von grünjauchzendem gewächse überwachsen. werde den satz „1 abkürzung ist kein weg“ wohl nie als warnung verstehen, zu verführerisch ist der abstieg übers geröll von der brücke gegenüber dem umweg für die radfahrer. das ergebnis erspar ich Ihnen. bei der gelegenheit grüße an die dreivier leute, die vor mir bei dyrotz hinter der brücke die abkürzung nehmen wollten und sich waghalsig durch den brennesselwald geschlagen haben: dank eurer route bin ich bestimmt etwas weniger lädiert aus dem unterholz gekrochen und im weizenfeld auferstanden. zusammen mit den rehen übrigens – auf dem rechten wege hätten mich die nicht so irritiert bekuckt.

erheblicher kraft+ sowie zeitverlust durch sockenschuhsäuberung von zahlreichen kletten (man sieht halt, dass man wo war, wo man nicht hingehen sollte) wurde später durch verlassen der route ohne schlechtes gewissen wieder aufgeholt: wo der weg dann laut navi tatsächlich durchs unbegehbare wiesental hätt führen sollen, blieben wir einfach an der havel (dafür straflaufen an der bundesstraße entlang).

am ende doch noch 5 km weiter durchs bel_vedere (wenn man ja schon mal da), um wenigenstens noch einzwei seen abzuknippsen (wo man ja wieder wohl an 2 ws vorbeigelaufen ohne es zu merken).

zahlreiche frische sturmschäden übrigens, versperrte wege durch ausgerissene bäume, so bleibt man auch mental fit, wenn man sich überlegen muss, wie man da jetzt vorbeikommt (es wird nicht umgekehrt!)

fazit:

  • du lernst es nicht, wozu machst du dir die mühe mit den regeln?
  • 1 abkürzung ist kein weg!
  • nach neu-fahrland fahrn wir mal

empfehlung:

machen Sie es nicht wie ich. bleiben Sie auf dem ausgeschilderten weg oder folgen Sie dem navi. fragen Sie sich nicht, warum Sie jede brücke kreuzen müssen, Sie verlieren nur unnötig zeit und gehen umwege, wenn Sie prüfen, ob Sie auf der früheren seite bleiben können. beachten Sie nicht die fischer am kanal. nehmen Sie sich zeit für das schlossgelände, wenn Sie der tourismus nicht stört. der weg läuft weiter durch potsdams gärten – vielleicht planen Sie die streckenabschnitte anders, so dass sie 1 ganze gemütliche wanderung durch potsdam machen können. ansonsten: grüßen Sie mir die rehe!